Ein mit Wasserelementen gestalteter Garten kann mit einem beruhigenden, fließenden Ambiente überzeugen. In einer schnelllebigen Zeit wird es immer wichtiger, sich Plätze für eine Auszeit zu schaffen. Regeneration wird groß geschrieben und Wasser eignet sich mit seinen Eigenschaften dafür besonders gut.
In der Gartenkunst haben Bäche, Springbrunnen, Kaskaden und Teichanlagen einen hohen Stellenwert. Die Anziehungskraft von Wasser auf Menschen ist unbestreitbar, steht es doch für Leben und Erfrischung. In großen Schlossanlagen wie Versailles oder Schönbrunn wurde die spiegelnde Wasserfläche der Brunnen eingesetzt, um die Anlage noch größer erscheinen zu lassen. Der Klang von fließendem Wasser hat eine beruhigende und meditative Wirkung. Als zusätzlichen Nutzen sorgt es für Bewegung im Garten und lässt ein für Pflanzen optimales Mikroklima entstehen.
Für die Gestaltung des Gartens bietet ein Gartenteich unzählige Möglichkeiten. Sei es ein Fisch- und Koiteich oder ein Schwimmteich – Pflanzen sind für ein gesundes biologisches Gleichgewicht unerlässlich. Ab Mai kann mit der Bepflanzung des Wassergartens begonnen und über den Sommer fortgeführt werden. Dabei muss man verschiedene Wasserzonen beachten.
Sumpfzone
Das Randgebiet des Teiches ist die Sumpfzone und ist ungefähr 20 cm tief. Der Wasserstand in dieser Zone kann variieren und Pflanzen, die hier gepflanzt werden müssen deshalb gelegentliche Trockenheit und anhaltende Feuchtigkeit gleichermaßen vertragen.
Flachwasserzone
Hier liegt die Wassertiefe bei ungefähr 20 bis 50 cm und die Pflanzen sind schon fest im Wasser verwurzelt, Blätter und Stängel ragen aber oft aus dem Wasser heraus.
Freiwasserzone
Untergetauchte Unterwasserpflanzen und Schwimmblattpflanzen sind hier beheimatet und die Wassertiefe befindet sich deutlich über 50 cm.
Schwimmteich
Das Wasser des Schwimmteiches muss – im Gegensatz zum Swimming Pool - nicht durch chemische Mittel aufbereitet werden, da die Reinigung durch Wasserpflanzen geschieht. Die gelb blühende Seekanne oder weiß-rosafarben blühende Wasserprimel bindet Nährstoffe, die durch Regen eingebracht werden und entziehen so den Algen die Lebensgrundlage. Wird der Schwimmteich dann noch mit einem Holzsteg ergänzt und die Ufer abwechslungsreich bepflanzt steht einem üppigen Paradies nichts mehr im Weg.