Die Brennesseln
Viele Hobbygärtner verbannen sämtliche Pflanzen, die sie als Unkraut bezeichnen, aus ihrem Garten. Wildgemüse bzw. Wildkräuter müssen dann in der freien Natur gesammelt werden. Eine dieser Wildpflanzen, die Brennessel, kann tatsächlich im heimischen Nutzgarten zu einer Plage werden. Sie wächst und wuchert überall dort, wo sie einen stickstoffhaltigen Boden vorfindet und gilt daher auch als eine so genannte Zeigerpflanze. Wächst die Brennessel am Rande eines Nutzgartens und ist bei der Gartenpflege nicht störend, sollte man sie ruhig stehen lassen, denn sie kann auf verschiedene Weise nützlich sein. Nicht nur einige Schmetterlingsarten nutzen die Brennessel als Futterpflanze, auch der Mensch kann mancherlei Nutzen aus dieser Pflanze ziehen. So kann man sie bereits im Frühjahr schneiden und aus den Blättern einen Tee herstellen. Morgens und abends getrunken, ist er gut geeignet für eine Frühjahrskur, die für den Körper reinigend wirkt. Bei der Ernte der Brennesseln ist aber Vorsicht angesagt, denn wie der Name schon sagt: sie brennen, wenn man sie berührt. Die Hände sollten also auf alle Fälle geschützt werden.
Da die Brennessel immer wieder austreibt, kann man sie mehrmals im Jahr schneiden. Die frischen Blätter braucht man nur einen Tag lang mit kaltem Wasser ansetzen, dann ist die Kieselsäure aus den Blättern herausgelöst. Mit diesem hervorragenden Pflanzenstärkungsmittel kann man die Nutzpflanzen giessen, die Kieselsäure festigt die Zellwände und die gegossenen Pflanzen werden widerstandsfähiger. Die Wasser-/Brennesselmischung kann man auch mehrere Tage in der Sonne stehen lassen. Die dadurch entstehende Brennesseljauche hat eine sehr gute Düngewirkung. Die Pflanzenreste können auf dem Kompost entsorgt werden.


