Spinat oder Mangold?
Wollten die Kinder früher keinen Spinat essen, wiesen die gestrengen Eltern auf die gesundheitlichen Vorteile hin, vor allem sollte er viel Eisen enthalten und daher einem möglichen Eisenmangel vorbeugen. Heute weiß man, dass der angeblich hohe Eisengehalt des Spinates auf einem Irrtum beruhte. So mancher Hobbygärtner weiß um einen großen Nachteil des Spinates: er ist ein ausgesprochener Nitratsammler, der überdurchschnittlich viel Nitrat aus dem Boden aufnimmt und in den Blättern anreichert. Das Nitrat wandelt sich in Nitrit und später in Nitrosamine, die als krebsauslösend angesehen werden.
Will man auf die Geschmacksrichtung Spinat aber nicht verzichten, gibt es eine gute Alternative, den Mangold. Man kann ihn zwischen April und Ende Mai aussähen und kann ihn mehrmals im Jahr ernten. Dabei ist zu beachten, dass man bei der Ernte der Außenblätter die Herzblätter nicht beschädigt, denn daraus werden die Blätter der nächsten Ernte. Hat sich die Ernte des einjährigen Spinates bereits längst erledigt, kann man den zweijährigen Mangold im Winter mit Laub oder Reisig gegen Frost schützen. Dann treibt er im Frühjahr nochmals aus und man kann noch mehrmals ernten, bis der Mangold durchschießt und Blüten bildet.
Bei der Auswahl des Saatgutes hat der Gärtner die Qual der Wahl. Da gibt es die wohl gängigste Sorte, den „Krausen Mangold“ mit den gekräuselten Blättern, den „Glatten Silber“ mit den glatten Blättern und den hübschen „Roten Mangold“ mit rot-grünen Blättern und leuchtend-roten Stengeln. Zubereitet wird der Mangold wie Spinat, auch die Stiele kann man klein schneiden und mitkochen, bei den stärkeren Stielen der Aussenblätter sollte man eventuell die äußere Haut entfernen.


