Der Nutzgarten im Winter
Es ist November und die überwiegend kalte, nasse und graue Zeit des Jahres beginnt. Die Bäume haben ihre Blätter beim letzten Herbststurm verloren und es hat den Anschein, als hätte sich die Natur zur Ruhe begeben und würde erst wieder im Frühjahr mit dem Sprießen des ersten Grüns erwachen.
Auch für den Hobbygärtner ist jetzt etwas Ruhe angesagt und er findet Muße, über den Verlauf des vergangenen Gartenjahres nachzudenken und sein Wissen über die gärtnerische Tätigkeit weiter zu verbessern. Auch wäre jetzt die richtige Zeit, über den Anbauplan des nächsten Jahres nachzudenken. Wurde das Gartenjahr aber richtig ausgenutzt, dann ist der Nutzgarten auch zum Jahresende noch nicht zur Ruhe gekommen, denn es kann jetzt noch einiges darin wachsen, wie zum Beispiel Kohlsorten wie Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing oder auch Schwarzwurzeln und Winterporree. Obwohl sie frosthart sind, sollten sie bis Dezember/Januar verbraucht sein.
Ein guter Tipp ist, das Schwarzwurzel- oder Porreebeet dick mit Laub abzudecken, damit der Boden nicht gefriert. Das erleichtert die Erntearbeit. Gibt es neben dem Gemüsegarten auch noch einen Obstgarten, so sollte auch dort noch die eine oder andere Arbeit erledigt werden. Mit einem hellen Stammanstrich können die Bäume vor Frostrissen geschützt werden und er gibt dem Baum eine glatte und gesunde Rinde. Wer es biologisch mag, kann als Stammanstrich eine selbst hergestellte Lehm-/Kuhmistmischung verwenden, aber auch der Handel bietet gute Stammanstriche an. In ländlichen Gegenden, in denen mit Wildverbiß zu rechnen ist, kann man die Bäume mit Maschendraht schützen oder man lässt einfach das Schnittholz unter den Bäumen liegen.
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